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Die Erinnyen Nr. 21 stehen unter dem Motto:
„Die linke Sehnsucht nach Determinismus und die Verwilderung des Denkens“ Aus dem Editorial: „Ein Gespenst geht um unter den kritischen Intellektuellen in Europa – das Gespenst des Sacrificium Intellectus. Fast alle linken Theoretiker haben sich zu einer Hetzjagd auf die Vernunft verbündet. Die französischen Poststrukturalisten und ihre deutschen Adepten, die empiristischen Herumwühler in den Erscheinungen der kapitalistischen Ökonomie, die Hasser wahrer Erkenntnis der Objektivität, die sie als Objektivismus denunzieren, um jedes Jahrzehnt einen neuen Kapitalismus kreieren zu können, und die Formalisten, Empiristen und Diskurstheoretiker, um ungestört durch die Obrigkeit ihre formalen Spielchen betreiben, sich aber doch als progressiv fühlen zu können. Keine verrückte Philosophie aus den Verfallsformen des bürgerlichen Denkens nach Hegel ist sicher vor ihrer Leichenfledderung. Sie wollen über Marx hinaus, um ihre Reputation im Wissenschaftsbetrieb mit kreativen Hypothesen zu erhöhen, und fallen doch nur hinter seine Einsichten zurück. Und selbst diejenigen, die noch der Schärfung der Vernunft frönen, machen dies im akademischen Getto oder heimlich wie einst Spinoza im Obrigkeitsstaat…“ Einige Highlights aus dieser Ausgabe: - Da inzwischen sogar eine „spinozaische Grundlegung der Linken“ erschienen ist, die Spinoza unverstanden als Steinbruch ihrer Pseudophilosophie benutzt, was wir im einzelnen kritisieren, haben wir eine wissenschaftliche Darstellung der Philosophie Spinozas veröffentlichet. - Eine andere linke Modephilosophie gräbt Heidegger wieder aus, dessen ontologischen Grundgedanken wir als Irrationalismus nachweisen. - Außerdem begründen wir, warum der emphatische Wahrheitsbegriff, die Übereinstimmung von Begriff und Sache, die von den Skeptikern aller Couleur verworfen wird, nicht aufgebbar ist, denn wer diesen Begriff bestreitet, hat ihn immer schon anerkannt, begeht einen „performativen Selbstwiderspruch“, da er seine Kritik als wahr behauptet. - Ein Grund für die Sehnsucht nach Determinismus (alles ist festgelegt und vorherbestimmt) sind die versteinerten Verhältnisse, die anscheinend keine Alternative zulassen. Aber mit illusionärem „Glauben“ an einen notwendigen Übergang zum „ganz Anderem“ wird dieser gerade verhindert. Darauf macht u. a. das Stichwort „Determinismus“ aufmerksam. | ![]() | ||||||||
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